Schlechte Zeiten für Ballerfreunde

17. Mai 2009, 14:30 Uhr

Kategorie: Politik, Internet, Sport, Voting

Autor:
König Kaspar I.

Niederes Volk!

Nach dem jüngsten Amoklauf haben unsere Regierenden mal wieder geniale Ideen unterbreitet, wie man in Zukunft so etwas verhindern kann. Nun ist der durchschnittliche Politiker (es gibt auch löbliche Ausnahmen) viel zu sehr damit beschäftigt, Wahlkampf zu treiben und gleichzeitig innerhalb der eigenen Partei zu intrigieren, als dass er noch Zeit hätte, sich um irgendwelche Problemlösungen zu kümmern. Andererseits …

Andererseits darf es aber auch nicht so aussehen, als ob man im Bundestag nur seinen Hintern plattsitzt, also muss was getan werden. Am wenigsten Arbeit macht bekanntlich das Verbieten. Die Ballerspiele geraten immer als erstes ins Schussfeld (passender Begriff hier, hehe). Aber weil die ganzen Freiwilligen Selbstkontrollen in unserem Lande ohnehin schon dafür sorgen, dass keines dieser Spiele ohne Entschärfung auf die Ladentheke kommt, werden dringend ein paar andere Buhmänner benötigt.

So geriet denn der Mannschaftssport Paintball ins Visier der Gesetzgeber. Das geplante Verbot ist inzwischen aber wieder vom Tisch, weil dieser neuerliche idiotische Aktionismus beim Wähler weniger gut ankam. Dem Deutschen wird ja traditionell unterstellt, er sei ein obrigkeitshöriger Spießer. Für mich als Monarch wäre das zwar schön, aber so ist es nun mal nicht. Immer öfter machen die Leute ihre Klappe auf und sagen ihren mehrheitlich gewählten Volksvertretern, was sie von ihnen halten.

So auch zur Zeit bei der geplanten "Stopp"-Sperre für Kinderquälerseiten. Innerhalb weniger Tage erreichte eine Online-Petition die erforderlichen 50.000 Unterschriften gegen dieses rindsblöde Ansinnen. Gut so.

Logisch, dass ich als Monarch einen in sich unlogischen Unfug dieses Ausmaßes gar nicht erst anleihern würde, denn ich müsste mich schließlich nicht um die Wählerstimmen eines jeden Deppen-Stammtischs bemühen. Weil ich es aber gut meine mit unseren ganzen hilflosen Dauerwahlkämpfern, möchte ich ihnen ein wenig Arbeit abnehmen und konstruktive Vorschläge machen, was man noch alles verbieten könnte. Wir verbinden das auch gleich mit einer Abstimmung:

Was muss noch alles verboten werden?

(Nicht, dass mich demokratische Mehrheitsentscheidungen besonders interessieren, aber man kann ja mal so tun als ob.)

So werft euch zu Füßen
eurem kommenden Monarchen
König Kaspar I.

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